Transreale Räume - Malerei und Keramik

Ausstellung 

Galerie 149 

Bremerhaven 

Vernissage: 28.04.2019

18.00 Uhr 

Dauer: 28.04. - 24.05.2019

 

Transreale Räume: Bilder von Wiking Bohns in der Galerie 149, Bremerhaven 

Ausstellungszeitraum: 28.04.2019 - 24.05.2019

Vernissage: 27.04.2019 18.00 Uhr 

 

Pressetext: „Transreale Räume“

 

Mit der Ausstellung „Transreale Räume“ zeigt die Galerie 149 den Künstler Wiking Bohns. 

Er studierte Malerei und Plastik an der Hochschule der Künste in Berlin und wurde 1999 zum Meisterschüler ernannt. Wiking Bohns erhielt diverse Stipendien, so ging er für einen längeren Arbeitsaufenthalt nach Montréal, Québec / Kanada. Dort hat der Künstler den charakteristischen Stil seiner realistischen und zugleich abstrakten Bildsprache weiterentwickelt. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Berlin und Hannover. Zahlreiche Ausstellungen dokumentieren seinen künstlerischen Werdegang. 

 

In der Galerie 149 wird Wiking Bohns Malerei und keramische Plastiken zeigen, die sich als Standortrecherche zum urbanen Raum und seiner Umgebung interpretieren lassen. Sie erzählen von Hoffnung, Utopie, Enttäuschung und Verheißung einer ambivalenten Lebensrealität in der Großstadt. Es werden Strukturen in seinen Bildern aufgezeigt, die auf Veränderungen bis hin zur Auflösung hinweisen. 

In Wiking Bohns begegnen wir einem Künstler, für den das Gegenständliche immer Ausgangspunkt seines künstlerischen Ausdrucks ist. Dieser reale Ausgangspunkt jedoch scheint sich aufzulösen. Transreale Bildräume entstehen, wodurch die urbanen Strukturen zerfließen. Die teilweise fotografische Sichtweise des Künstlers macht in seinen Bildern eine Überlagerung von Welten möglich, wodurch in einer subtilen Bestandsaufnahme politische, soziale und ästhetische Veränderungen verdeutlicht werden, wie in den Bildern „Baumhaus“ von 2007 und „Insel“ von 2011. 

 

Ausgewählte keramische Plastiken ergänzen den thematischen Aspekt des Urbanen in poetischer Art und Weise. Sie wirken in ihrer organischen und haptischen Formgebung wie Fantasiegebilde, die der Pflanzenwelt entlehnt, wie utopische Fragmente einer Behausung erscheinen. Einmal mehr zeigt sich hier das Interesse des Künstlers, vorhandene Sichtweisen und ästhetische Zusammenhänge neu zu denken und darzustellen.

Frohmut Otto, Berlin 2019